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CityEl Strombegrenzungsplatine (Strombegrenzer)

Überarbeitet übernommen aus: http://www.ralfwagner.de/mini.htm > Strombegrenzungsplatine

bei Fahrzeugen nach Seriennummer 2000:

ASCII

Zum Schutz der Akkus ist der aus der Batterie entnehmbare Strom bzw. die Leistung begrenzt. Diese Aufgabe übernimmt die Batteriestrombegrenzungsplatine. Diese befindet sich unter dem Sitz. Die Platine mißt den Fahrstrom und reduziert ggf. den Potiwert für das Gaspedal und damit das Tastverhältnis der Motorsteuerung.

Der längliche Spindelpotentiometer (1) ist ein zum Fahrpoti parallelgeschaltetes Poti und stellt das maximale Tastverhältnis ein. Damit läßt sich die Endgeschwindigkeit feineinstellen, da die Motoren etwas streuen. Dreht man den Poti ganz nach links, ist die maximale Geschwindigkeit erreicht.

Der kleine SMD Poti (2) dient zur Einstellung des Batteriestromes, nominal steht er bei etwa 120A Batteriestrom. Bei maximaler Einstellung gibt er etwa 150 A frei. Bei minimaler Einstellung (Anschlag links) ca. 60 A.

Findige Bastler können sich den Poti auch „rauslegen“ also von Hand einstellbar machen. Potentiometerwert 200 Ohm, mit einem 470 Ohm Poti hat man einen erweiterten Stellbereich. Oben links auf der Platine ist noch eine kleine LED, welche die Strombegrenzung anzeigt. Eine manuelle Einstellung des Fahrstroms ist sehr angenehm. Bei „Sparfahrten“ kann man den Strom auf einen bestimmten Wert reduzieren und kann dann sicher sein, daß keine Stromspitzen die Batterie belasten. Einen solchen Regler nennt man im Jargon auch „Dampfrad“.

Wird die Platine ausgesteckt, entstehen Stromspitzen mit über 200 Amp. Batteriestrom, welche die Lebensdauer der Batterie und der Mechanik stark verkürzen. Sinnvoll ist eine variable Einstellung in Kombination mit einem Zusatzinstrument zur Beobachtung des Batteriestroms.

Neue Strombegrenzungsplatine

„Eine Verbesserung dieser Platine wäre zusätzlich eine spannungsabhängige Begrenzung. Man wäre dann in der Lage bei voller Batterieleistung mit mehr Strom zu fahren. Erreicht die Batterieentladespannung 1,75V/Z könnte man die Leistung automatisch reduzieren. “

Jürgen Thiesen von thiesen fand dies auch und hat eine solche „dynamische Strombegrenzung“ als Nachrüstteil entwickelt. Die Platine wird gegen die vorhandene Platine ausgetauscht, zusätzlich muß noch die Batteriespannung (+36V) an den Anschluß X angeschlossen werden.

Regler P1:

Fahrstrom: werkseitig eingestellt auf 120A Stromverringerung ⇒ drehen im Uhrzeigersinn (rechts herum)

X: 36V Batterie-Spannung: vom Eingang DC/DC-Wandler abnehmen

Regler P2:

Entlade-Schlußspannung während der Fahrt: werkseitig eingestellt für 3 mal 12V Batterie auf 32V Einstellmöglichkeit: bis ca. 43,0V (für bis zu 4 Akkus) ⇒ drehen im Uhrzeigersinn (rechts)

Zusätzlich ist Pin 13 (Leitung orange) und Pin 14 (Leitung gelb-rot) des Kapazitätsmessers zu überbrücken. Somit hat dieser ausgespielt (er zeigt aber noch an).

Durch die dynamische Begrenzung wird die Leistung der Motorsteuerung abhängig von der Batteriespannung reduziert. D.h. je weiter die Batteriespannung abfällt, umso mehr wird der „Gasfuß“ zurückgenommen. Diese Art der Batterieüberwachung ist in einigen hochwertigen Motorsteuerung auf die gleiche Weise realisiert. Durch diese Schaltung kann man die Kapazitätsmesser-abschaltung überbrücken, ein stehenbleiben auf der Kreuzung gibt es damit nicht mehr.

Die Erfahrung zeigt, daß man die Reichweite mit dieser Schaltung deutlich steigern kann.

Anschlüsse

Wenn die Platine vor einem liegt, so dass der Stecker von dir weg zeigt, sind die Anschlüsse wie folgt von links nach rechts:

  • 1: 12V Grün
  • 2:Hauptshunt weis
  • 3:Hauptshunt grau
  • 4: Poti gaspedal rot
  • 5: Masse schwarz
  • 6:Poti Gaspedal gelb
  • 7:Anzeige V/A Cockpit blau
  • 8: 36/48V rot



Strombegrenzer-Platine Vers. 3

wolfr_stromv.jpg

Diese Platine wurde schätzungsweise von 2002-2005 verbaut.
Poti 1: Entladeschlußspannung
Beschreibung s.o. (Linksdrehung reduziert die Schlußspannung)
Poti 2: Strombegrenzung
Beschreibung s.o. (Linksdrehung erhöht Maximalstrom)
Poti 3: Geschwindigkeitsreglung
Hier ist die Fahrzeug-Maximalgeschwindigkeit einstellbar. Dies ist z.B. sehr hilfreich für die 45 km/h-Zulassung.
Die Platine liest hierzu das Tachosignal aus, und regelt bei Erreichen der eingestellten Maximalgeschwindigkeit den Fahrstrom herunter.
Um diese Möglichkeit nutzen zu können, ist es nötig, das Tachosignal (rosa Kabel vom Tacho, welches im Sitzraum in Violett an PIN 5 der Diagnosebuchse ankommt, und mit dem Multimeter gegen Masse geschaltet, pro Radumdrehung (langsam!) vier Spannungsimpulse zeigt) an dem freien Flachstecker links unten auf der Platine anzuschliessen. Durch drehen von P3 im Uhrzeigersinn lässt sich dann die Endgeschwindigkeit verringern.
Einstellbar sind 25 km/h - gut 45 km/h (in Verbindung mit Poti 4!!!)
(Linksdrehung erhöht die Endgeschwindigkeit)
Poti 4: Ruhestrom
Hier wird der Begrenzungsstrom eingestellt. Stellt diesen Wert zu niedrig ein, gibt es bei Erreichen der Höchstgeschwindigkeit ggf. gar einen Ruck, weil der Fahrstrom zu stark abfällt. Wie aber unten beschrieben, kann dies ggf. für z.B. eine 25 km/h-Zulassung notwendig sein.
(Linksdrehung erhöht den Begrenzungsstrom)

Tip: Selbstbau-ECU für Vers. 3

wolfr_stromh.jpgAuch für diese Version lässt sich ein sog. „Dampfrad“ einbauen, indem man zwischen den mit den roten Kreisen gekennzeichneten Punkten die Leiterbahn unterbricht, und von dort zwei Kabel herausführt und ein einfaches Trimmpotentiometer anschliesst. Das externe Poti wird dadurch dem auf der Platine einfach vorgeschaltet.
Im Bild oben ist auf der Platine dort ein einfacher „Jumper“ aus dem PC eingelötet, an dem dann die Kabel für das externe Poti angeschlossen werden können. Durch Kurzschliessen der beiden Pole hat man dann wieder den Originalzustand ohne Dampfrad.
Um z.B. den Fahrstrom bis auf ca. 60 A herunterregeln zu können, bräuchte man (sofern man die 120A-Originaleinstellung von P2 beibehält) ein Poti mit 17 kOhm.




Strombegrenzer-Platine Vers. 4

strombegrenzungspl_factf.jpg

Diese Platine wurde schätzungsweise ab 2005 verbaut und kann auch bei Citycom für 99€ plus Steuer zum Nachrüsten erworben werden. Die zweipolige Anschlussbuchse auf der Platine ist zum Anschluss eines Potis zum begrenzen des maximalen Stoms (Dampfrad). Bei Citycom heist das Ecu Control.

Belegung der Potis von oben (1) nach unten:
Poti 1 = Strombegr.
Poti 2 = Spannungsabschaltung
Poti 3 = Geschwindigkeit (lt. CC bei dieser Platine ohne Funktion)
Poti 4 = Maximalstrom nachdem die Begrenzung eingeschaltet wurde
Die Anschlußbelegung ist die bereits genannte.

Zusätzlich befinden sich auf der Platine noch 2 Stück 6,3mm breite Anschlüsse, die mit Öler und Tacho und 25 km/h beschriftet sind. An dem Anschluß 25km/h kann man das Tachosignal anlegen und dann per Poti 3 UND 4 die Geschwindigkeit einstellen. Das funktioniert in etwa so, daß das Tachosignal ausgewertet wird und entsprechend der Geschwindigkeit einen Optokoppler durchsteuert, der zum Potisignal parallel geschaltet ist. Das heißt, das El wird über das Tachosignal abgeriegelt.Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten muß man ggf den Abriegelstrom über Poti 4 noch weiter reduzieren.

Beispiele Perm Motor 36V

Beispiel 1: El rennt Original 50 km/H UND SOLL AUF 45 gedrosselt werden. Hier reicht es aus die Geschwindigkeit mit Poti4 (Korrektur: Es müsste wohl Poti3 heissen) einzustellen Der Maximale Fahrstrom war mit Poti 1 zuvor auf 120A abgeglichen. Der Strombegrenzer begrenzt und nimmt sich dann wieder den „vollen“ Strom, nachdem die Geschwindigkeit von 45 km/h unterschritten wurde, um zu beschleunigen.

Beispiel 2: El rennt Original 50 km/H UND SOLL AUF 15 gedrosselt werden. Hier ist es NICHT mehr ausreichend nur mit P3 zu arbeiten. Der Grund Dafür ist, daß sich das El nach dem Abriegeln den vollen Abriegelstrom (ca.60A) gönnt. Dieser Impuls ist aber schon zu viel des Guten und deshalb würde der EL zu „schnell“. Also muß der maximale Begrenzungsstrom runtergedreht werden.

Für das Einstellen ohne El wird ein Logiksignal und ein Oszilloskop benötigt. Das ganze sollte man, sofern Meßequipment nicht vorhanden ist, von Citycom oder einem Fachman machen lassen.

Der Anschluß für den Öler ist noch unbekannt.

Siehe auch

Links

cityel_strombegrenzungsplatine.txt · Zuletzt geändert: 2011/07/23 02:34 von wolfram_f4