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scheibenlaeufer

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scheibenlaeufer [2008/01/19 23:16] (aktuell)
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 +**[[Start]] | [[Elektrik]] | [[Technik]] | [[Motoren]] | [[Links Motoren]] | [[CityEl Motoren]] | [[CityEl Technik]] | [[CityEl Reparaturen]] | [[CityEl Links]] | [[Links]]**
  
 +^**Artikel aus den [[Kategorien]]:​ [[Kategorie Motoren]], [[Fahrzeuge]]**^
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 +====== Scheibenläufermotor ======
 +
 +In verschiedenen [[fahrzeuge|Elelktrofahrzeuge]]n werden [[Scheibenläufer]]motoren verwendet.
 +Im [[CityEl]] ist es der Perm [[PMG 132]] von www.perm-motor.de
 +
 +Z.B. der PMG 132 ist für einen Spannungsbereich von 12-72 V geeignet.
 +Die Leistung beträgt dann je nach Spannung 2,2-7,2 kW. 
 +
 +Die Vorteile: ​
 +
 +  * hohe Wirkungsgrade bis ca.90%
 +  * entsprechend geringerer Stromverbrauch bei gleicher Leistung
 +  * entsprechend batterieschonend bei gleicher Leistung
 +  * einfache Ansteuerung,​ flache Bauweise, kleine Abmessungen und geringes Gewicht
 +
 +====== Scheibenläufermotor Beschreibung ======
 + 
 +**Artikel von www.wikipedia.de zu Scheibenläufern:​**
 +
 +Ein Scheibenläufermotor ist ein [[Elektromotor]],​ dessen [[Rotor]] die Form einer Scheibe hat (daher ist der Scheibenläufermotor im Englischen auch als "​pancake motor" bekannt). Bei der bekanntesten Bauform werden die stromdurchflossenen [[Wicklung]]en auf der Scheibe angebracht, der [[Rotor]] enthält jedoch keinen [[Eisenkern]]. Scheibenläufer sind an der für andere [[elektromotor#​motorarten_bzw._elektomotoren|Elektromotoren]] unüblichen Bauform (der Durchmesser ist größer als die Länge) leicht zu erkennen.
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 +===== Scheibenläufermotoren mit eisenlosem Rotor =====
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 +Diese Motoren sind [[Gleichstrommotor]]en.
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 +Die Wicklungen sind auf einer dünnen Isolierschicht in Form von Leiterbahnen einer gedruckten Schaltung ausgeführt oder bestehen aus massiveren [[Kupfer]]- oder Aluminiumleitern (Drähte oder gestanzte Teile). [[Aluminium]] hat den Vorteil geringerer [[Masse]]. Die Scheibe läuft in einem engen Spalt zwischen [[Permanentmagnet]]en,​ die als [[Stator]] ein festes [[Magnetfeld]] erzeugen. Der magnetische Kreis wird über ein weichmagnetisches Material außerhalb der Scheibe geschlossen. Der elektrische [[Strom]] wird über [[Kohlebürsten]] zugeführt, diese berühren im einfachsten Fall direkt die Scheibe.
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 +Da die Scheibe sehr leicht gebaut werden kann und somit ein geringes [[Trägheitsmoment]] hat, können Scheibenläufermotoren besonders rasch beschleunigen und abbremsen (in ca. einer Millisekunde,​ je nach Größe des Motors). Außerdem wirken nur dann magnetische Kräfte auf den Rotor, wenn die Scheibe von Strom durchflossen wird, es gibt keine "​Zahnung",​ der Rotor des ausgeschalteten Motors hat also keine Vorzugsrichtungen. Scheibenläufermotoren laufen auch bei niedrigen Drehzahlen sehr gleichmäßig und es kann in vielen Fällen auf ein Getriebe zur Untersetzung verzichtet werden.
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 +Ein weiterer Vorteil von Scheibenläufermotoren liegt in der hohen Leistungsdichte,​ die durch die dünne Bauweise der Wicklungen ermöglicht wird. Dadurch sind die Wicklungen sehr gut gekühlt (viel Oberfläche sorgt für gute Wärmeabgabe) und können mit hohen Stromdichten betrieben werden. Allerdings ist die Wärmekapazität der Scheibe gering, daher besteht bei kurzzeitiger Überlastung bei manchen dieser Motoren eher die Gefahr einer Zerstörung durch den Temperaturanstieg als bei Elektromotoren mit [[Stabanker]],​ bei denen das Eisen des Rotors Wärmeenergie ​
 +Eine ähnliche Anordnung, bei der die [[Spulen]] statt auf einer Scheibe in Zylinderform angeordnet sind, ist als Glockenläufer- oder [[Glockenankermotor]] bekannt. Man beachte, dass zwischen beiden Bauformen kein topologischer Unterschied besteht, dass heißt, man kann sie gedanklich fließend in einander überführen und beliebige Hybride bauen. Es gelten für beide dieselben Wicklungsvarianten (Spirale auf Toroid, getrennte Spulen, überlappende Spulen). Es ist im allgemeinen jeder Rotationskörper verwendbar.
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 +===== Bürstenlose Scheibenläufermotoren =====
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 +Der Begriff Scheibenläufermotor wird auch für [[Motoren]] verwendet, bei denen die Scheibe ein Permanentmagnet ist, und feststehende Spulen auf einer Seite (oder beiden Seiten) der Scheibe ein Magnetfeld erzeugen; gegenüber den oben behandelten Scheibenläufern mit eisenlosem Rotor ist also Rotor und Stator vertauscht. Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass keine Bürsten zur Stromzuführung auf den Rotor benötigt werden, und der Motor damit zuverlässiger wird, Nachteil ist die höhere Masse des Permanentmagneten und damit eine langsamere [[Beschleunigung]]. Bürstenlose Scheibenläufer sind [[Synchronmotor]]en (oder auch [[Schrittmotor]]en). Zur Verwendung als Gleichstrommotor ist eine elektronische [[Kommutierung]] nötig.
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 +===== Anwendungen =====
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 +Scheibenläufermotoren wurden für dynamische Regelaufgaben,​ z.B. bei Servomotoren entwickelt. Mittlerweile werden Scheibenläufer auch für Elektrofahrräder und Elektroautos hergestellt. Kleine bürstenlose Scheibenläufermotoren sind in zahlreichen Geräten zu finden, z.B. in Videorekordern und Diskettenlaufwerken. Scheibenläufermotoren sind für Leistungen von ca. 10 W bis über 10 kW erhältlich;​ bürstenlose Scheibenläufer auch für kleinere Leistungen.
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 +Scheibenläufer können auch als Generatoren eingesetzt werden (Scheibenläufer-[[Generator]]).
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 +====== Siehe auch ======
 +
 +[[CityEl Motoren]] und [[Perm_Hybridnachruestsatz]]
 +
 +====== Links ======
scheibenlaeufer.txt · Zuletzt geändert: 2008/01/19 23:16 (Externe Bearbeitung)